ANSPIEL
K: Wirst du daraus schlau?
D: Im nach hinein ist man immer
schlauer.
B: Am auffälligsten unterscheiden sich
die Leute darin, dass die Törichten immer wieder
dieselben Fehler
machen und die Gescheiten immer wieder neue.
D: Oh, er hat die Weisheit mit Löffeln
gefressen.
K: Aber auch der Weise lernt nie aus.
D: Nicht für die Schule, sondern für
das Leben lernen wir.
B: Selig sind die Geistig Armen.
K: Wer schlau ist weiß was er sagt,
der Dumme sagt was er weiß.
B: Und der Kluge weiß wann er
schweigt.
K: Unter Schwätzern ist der
Schweigende der Klügste.
D: Ob ein Mensch klug ist erkennt man
an seinen Fragen!
B: Nein das geht folgendermaßen: Ob
ein Mensch klug ist erkennt man an seinen Antworten,
ob er weise ist an
seinen Fragen.
D: Klugscheißer!
B: Das heißt Besserwisser.
K: Ach komm, er ist eben ein
Schlauberger.
D: Tja, der Klügere gibt nach.
B: Wenn der Klügere immer nachgibt
wird die Welt von Dummen regiert.
K: Man wird nicht dumm geboren, man
wird dazu gemacht, denn Klugheit
steckt nicht in
den Jahren sondern im Kopf.
B: Genau, was Hänschen nicht lernt,
lernt Hans nimmermehr.
D:
?
B: Wenn dumme Leute überlegend
schweigen, dann sollen Kluge schweigend überlegen.
K: Der Vorteil der Klugheit besteht
darin sich dumm stellen zu können,
andersherum ist
schon schwieriger.
B: Der Kluge achtet auf seine
Schritte.
D: Durch Schaden wird man aber klug.
K: Was immer du tust, tu es klug und
bedenke das Ende.
B: Wir sind heute einfach über alles
zu sehr informiert um daraus noch klug werden zu können.
K: Am Abend wird man klug für den
vergangenen Tag, doch niemals klug genug
für den der kommen
mag.
D: … und jetzt bin ich so klug als wie
zuvor.
Begrüßung
Also hat jetzt keiner
was gelernt? Ich schließe mich Pia an.
Und mit diesem Anspiel
begrüße ich sie zu unserem Juki-Gottesdienst
im Namen des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
Das Motto für diesen
Gottesdienst heißt „Dass wir klug werden“.
Aha.
Daraus werde ich zum
Beispiel jetzt nicht klug, oder schlau oder weise.
Ich weiß eigentlich
noch nicht mal was das ist.
Also warum lassen wir
es uns nicht erklären?
Predigt Hannah – Was ist Klug?
Was ist Klug? Ist klug wenn du gut in der
Schule bist
oder nachvollziehen kannst wie fremde Dinge
funktionieren?
Oder bist du dann nicht eher gebildet und
schlau,
auf jeden Fall aber intelligent?
Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden
was Klugheit eigentlich ist
bevor man davon redet.
Da meine Mitstreiter mir im Prinzip zustimmen
oder keine Gegenargumente haben versuche ich euch zu erklären was die Unterschiede sind.
Da gibt es intelligent.
Jeder ist intelligent, mal mehr mal weniger,
je nach IQ.
Es ist die Fähigkeit komplexere Zusammenhänge
zu verstehen
und Dinge schnell miteinander verknüpfen zu
können,
praktisch die Grundlage auf der wir die
Sieger der Evolution geworden sind. Aber das bedeutet nicht, dass man klug,
schlau, gebildet oder sonst was ist.
Gebildet ist man wenn man das Lexikon
auswendig gelernt hat
und zur passenden Gelegenheit wiedergeben
kann.
Das ist zwar nett und von der Gesellschaft
bewundert,
aber im Leben hilft das nur begrenzt weiter.
Ganz anders wenn man schlau ist.
Schlau ist wenn man weiß wie man auf
bestimmte Situationen reagiert,
wie effektiv das Ziel erreicht wird,
und dabei vielleicht sogar ein bisschen
gerissen ist.
Das erste was mir zu diesem Wort einfällt ist
die „Bauernschläue“,
dieses absolut alltagstaugliche um Dinge
wissen.
Jetzt könnte man sich auch fragen ob das
nicht auch auf klug-sein zutrifft. Schlau und klug zu trennen ist schwierig,
dass gebe ich zu.
Beides ist etwas sehr intuitives.
Aber überlegen wir mal - würde man nicht eher sagen,
dass der Schlaue auch gerissen und listig ist
wie eine Schlange
oder würden sie diese zweifelhaften Attribute
wirklich einem Klugen zuschreiben? Für mich klingt das nicht richtig.
Klugheit ist in gewisser Weise reifer.
Auch hier weiß man instinktiv um viele Dinge.
Was für mich aber auch zu Klugheit gehört ist
ein Gespür für Menschen
und ihren inneren Antrieb.
Der Kluge kennt die Menschen und das ist
etwas viel schwierigeres als eine naturwissenschaftliche Analyse, liebe Intelligente!
Er versucht sein Umfeld zu verstehen, anders
als jemand Schlaues,
der sich auf das was er „weiß“ sozusagen
verlässt.
(Der Kluge guckt über den
eigenen/alltäglichen Horizont hinaus und weiß,
dass da noch mehr ist)
Auf seine Weise versucht er sein Wissen zu
erweitern,
eine neue Erkenntnis zu finden. Und das
entscheidet er nicht bewusst,
sondern es geschieht einfach aus einem
inneren Bedürfnis heraus.
Klug-sein hat also weniger mit Schule und
Bildung zu tun
sondern eher mit dem Leben.
Und nur wer das Leben mit all seinen
Fassetten zu verstehen versucht
wird eines Tages ein Weiser sein können.
Sorry.
Eiko:
„Dass ihr klug werdet“ – über das Bildungssystem
Fragt
man seine Eltern:“Wie werd ich klug?“
Kommt
die Antwort:“Schnapp dir ein Buch und lern für die Schule!“ Daran erkennt man
wie sehr die Generation Handy und natürlich auch die davor die Begriffe
„schlau“ und „klug“ durcheinander gebracht hat. Hätte man seinen Eltern vor 100
Jahren dieselbe Frage gestellt,
wäre
die Antwort in jene Richtung gefallen:“Schnapp dir ´nen Spaten
und
grab den Acker um. Wenn du es dabei nicht herausgefunden hast, weißt du jetzt
immerhin wie man einen Acker umgräbt.“
In
einer Leistungsgesellschaft, in der es nur noch darum geht wie gut und wie
schnell du etwas kannst, rücken soziale Komponenten, wie Teamgeist, Liebe oder
Mitgefühl immer mehr in den Hintergrund.
Wir
leben in einer Übergangsgesellschaft zwischen dem Mittelalter,
in
dem noch alles mit der Hand gemacht wurde und der Zukunft,
in
der der Mensch gar nichts mehr selber machen muss.
Bestes
Beispiel ist die gute alte Jugend von heute.
Welcher
Jugendliche kennt noch Weben oder Häkeln. Bei den meisten hört es ja schon bei
Reifenflicken und Bügeln auf.
Doch
wer ist daran schuld, dass unsere Generation sich wahrscheinlich nicht länger
als einen Monat lang ernähren könnte.
Die
Gesellschaft, die Eltern, das Internet?
Ich
glaube alles ein Stück weit schon.
Doch
den größten Teil macht für mich die Schule aus.
Eine
Schule in einem Schulsystem, was darauf ausgelegt ist
die
Sachen zu lernen, welche man braucht,
und
die Sachen nicht zu lernen, welche man wirklich braucht.
Was
nützen mir die besten Biologiekenntnisse,
wenn
ich nicht zum Labor hinkomme,
weil
ich es nie gelernt habe einen Reifen zu flicken.
Was
bringt es mir tausende von Fremdsprachen zu lernen,
wenn
ich es nicht schaffe auf Deutsch eine Steuererklärung zu schreiben.
Ich
bin der beste in Informatik, weiß aber trotzdem nicht,
welche
Knöpfe ich auf der Wachmaschine drücken muss?
Was
bringt mir all mein Wissen, wenn ich im Alltag scheitere.
Aber
Hauptsache ich war in der Schule Klassenbester.
Die
Leistungsgesellschaft schreibt uns vor überall der Beste zu sein.
Und
weil Kochen, Gartenarbeit und Haushalt zu einfach wäre,
probiert
man es eben mit Quantenphysik, Altgriechisch und Informatik, „Da zeigt sich
dann erst, wer wirklich der Beste ist“.
Menschen
sind nie perfekt und jeder hat seine Stärken.
Wo
es beim einen an theoretischen Kenntnissen mangelt, da treten ganz andere
Talente zum Vorschein, meist auf sozialer Ebene.
Leute,
die vielleicht nicht so gut in Physik sind, sind vielleicht besser
im
Trösten, im Zuhören oder im Anpacken. Und ist er dadurch schlecht? Nein, er ist
zwar nicht schlau, aber klug.
Und
diese soziale Komponente fehlt mir in unserem Schulsystem. Meiner Meinung nach
liegt das Hauptaugenmerk im deutschen Bildungssystem viel zu sehr auf dem
theoretischen Speziellen.
Muss
man so Fächer wie Physik, Biologie oder Chemie
so
spezifisch erläutern?
Plump
gesagt, reicht es nicht auch zu wissen, was es für Körperteile gibt und was sie
machen.
Muss
man sich da dann noch die einzelnen Vorgehensweisen auf molekularer Ebene
anschauen?
In
meinen Augen nein.
Vielmehr
sollte es Fächer geben in denen das gelernt wird,
was
man später wirklich einmal braucht.
Oder
auch Fächer, wo es darum geht, auf sozialer Ebene zu lernen. Denn nun mal
ehrlich, wen außer die Mutter/den Vater am Zeugnistag, interessiert schon die
Sozialnote und die Arbeitsnote.
Eine
gewürfelte Zahl zwischen 1 und 5, bei der eh bei ca. 90% der Klasse gut steht.
In
meinen Augen sollte Schule darauf hinzielen, den Schüler auf sein Leben danach
vorzubereiten.
Und
damit meine ich sowohl auf sozialer Ebene
als
auch auf pragmatischer Ebene.
Wie
man mit Menschen richtig umgeht
und
wie man im Alltag später einmal zurechtkommt.
Die
Schule sollte den Schüler an die Hand nehmen
und
ihn ein Stück weit klug machen.
Einleitung Aktion
Ich: Ja Eiko, das
klingt alles ziemlich kritisierend. Hast du denn bessere Ideen, um das zu ändern?
Eiko: Ich vielleicht
nicht, aber was ist mit unserem Publikum? Die haben bestimmt auch Ideen, wie
unser Schulsystem verbessert werden könnte.
Ich: Das denke ich
auch. Also, liebes Publikum, was würden Sie am Schulsystem ändern wollen? Für
ihre Ideen haben wir Ihnen am Anfang kleine Zettel mitgegeben, auf denen sie
notieren können, was sie als Unterrichtsfach oder als Inhalt für den Unterricht
vorschlagen würden.
AKTION
YUKA: VORURTEILE SELBST ERLEBT
Jeder kennt sie: Vorurteile. Sie können sich
auf alles Mögliche beziehen: Religion, ethnische Herkunft, Aussehen,
Sexualität, Bildung…
Es ist ganz normal und menschlich, dass man
jemanden, den man das erste Mal sieht in eine seiner Schubladen einordnet. Was
aber schlimm und für den Betroffenen auch oft nervig ist, ist, wenn sich dieses
VOR-Urteil weiter festigt ohne einen Grund und man aus dieser Schublade nicht
mehr rauskommt.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Die
Leute sehen mich. OK, Emo, Goth, Punk, …wo diese mich dann einordnen ist
unterschiedlich.
Dann sehen sie die Narben an meinen Armen.
Und sofort fühlen sie sich in ihrer Meinung betätigt. Das hängt mit der Szene
zusammen. NEIN!
Dahinter liegt eine Geschichte. Aber die
wollen einige gar nicht wissen.
Es ist so viel einfacher, ein kritisches Thema
wie Ritzen zu ignorieren.
Wie oft musste ich mir anhören, dass ich das
doch nur für Aufmerksamkeit tun würde. Das ist eine weit verbreitete Meinung.
Aber bei 99% der Betroffenen ist das falsch. Es gibt einen Grund dafür.
Jahrelanges Mobbing, Verlust von Bezugspersonen, Misshandlung…oder auch einfach
eine defekte Hirn-Biochemie. Das ist wirklich so. Ist z.B. bei mir der Fall.
Aber warum trägt die dann schwarze Klamotten?
Weil ich mich darin wohl fühle.
Außerdem ist das Verständnis bzw. die
Akzeptanz von Selbstverletzendem
Verhalten innerhalb dieser Szenen viel höher.
Diese Szene hat nämlich eine sehr hohe
Toleranz und das vielen Themen gegenüber. Man gibt sich Mühe, den anderen zu
verstehen.
Wahrscheinlich fühlen sich deshalb so viele
„Ritzer“ zu der Szene hingezogen.
Und dadurch festigt sich das Vorurteil. Ein
Teufelskreis.
Aber hey, sollte man uns wirklich auf das
Äußere begrenzen? In jeden steckt doch viel mehr. Schaut euch z.B. mich an. Ich
bin leidenschaftlicher OHV-Fan und brülle mir für den Verein Sonntagabends die
Seele aus dem Leib.
Ich helfe ehrenamtlich bei der KIKI oder auf
Konfi-Fahrten oder biete älteren Damen meine Hilfe beim Sachen tragen an, gebe
kostenlose Nachhilfe…
In jedem Menschen steckt so viel mehr als das
Äußere verrät, nach dem wir zuerst urteilen.
Also achtet (doch) nicht nur auf das Äußere –
sondern erlaubt euch auch einen zweiten Blick – auf den Charakter.
Lena und Ida
„Vom Aufbauen, Abreißen,
Hinterfragen, erkennen von Mauersteinen“
eine Predigt an der Mauer
„Von der Klugheit der Kinder
– Pia
Eine Großstadt.
In ihr hastige, schnell
gehende Menschen.
Beschäftigt mit ihren
Einkäufen, höchst wichtigen Telefonaten, Shoppen, Smartphones, damit den
nächsten Cupcake Laden, oder die nächste S-Bahnstation zu finden.
Beim Ehestreit im Cafe, zu
spät zum wichtigen Meeting, bei der Sitzung aufgrund des geplanten Baus des
Bahnhofs, versetzt vom Date.
Genervte Verkäufer, Mütter
mit ihren weinenden Schützlingen, die nur noch die leere Eistüte in der Hand
halten, eiskalte Geschäftsmänner, Touristen mit ihren Tennissocken, einige
Obdachlose am Rand, um Geld bettelnd, von den anderen ignoriert.
Mitten unter ihnen,
und doch nicht wahrgenommen,
ein kleines Kind.
Es hält sich die Ohren zu.
Die Menschen sind beschäftigt mit tausend verschiedenen,
lebensnotwendigen Dingen, übersehen dabei aber die eigentlichen Probleme, oder
wollen sie nicht wahr haben. Das Kind hingegen hat die Problematik längst
erkannt. Die Erwachsenen kümmern sich um alles, nur nicht um das Wesentliche.
Sie fragen sich, was das mit dem Thema „klug sein“ zu tun hat?
Nun, das möchte ich ihnen erklären. Vielleicht kennen sie
ja das Video vom Mädchen, das die Welt für 6min zum Schweigen brachte. Nicht?
Das Mädchen Severn Suzuki sprach 1992 als Vertreter der ECO, einer Kinder
Umweltorganisation auf der UN Klimakonferenz in Rio de Janeiro bereits die
wesentlichen Probleme dieser Welt an.
Hunger, Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit, Armut.
Sie verstand schon damals nicht, warum es auf dieser Welt
so ungerecht zugehen muss, warum so viele leiden müssen. Sie appellierte damals
an die Erwachsenen, das es Zeit ist etwas zu ändern. Sie wollte für ihre
Zukunft kämpfen, eintreten, und ich bin mir sicher, dass sie damit nicht
alleine war. Diese Konferenz ist jetzt 23 Jahre her, und was hat sich bis jetzt
geändert? Gerade zu nichts. Menschen hungern immer noch, die
Umweltverschmutzung schreitet weiter voran und die Ungerechtigkeit dieser Welt
wird immer mehr.
Warum haben die Politiker ihr damals nicht zugehört?
Hatten sie gerade Pause und war`n nen Kaffee trinken, oder war es pure
Ignoranz? War es die Aussage, die Bitte eines kleinen Mädchens es nicht wert
angehört zu werden?
Ich frage mich da, warum Sprüche wie „du dummes Kind“,
„komm doch mal auf den Boden der Tatsachen zurück Kind“, oder „eine naive
Weltsicht hat noch nie einen Jemand weitergebracht“ da noch existieren.
Wie viele Kinder wollen wohl erwachsen sein, wenn sie
entweder hungern, leiden, oder wissen, dass sie mit den Resultaten aus dem was
jetzt passiert leben werden müssen. Wohl
nicht sehr viele. Ich beneide die Erwachsenen nicht darum was sie leisten
müssen oder sollten. Es ist wohl eine schwere Aufgabe in dieser Welt bestehen
zu können, sich um diese zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen. Das wage
ich ja auch gar nicht zu bezweifeln. Erwachsene haben es schwer im Leben,
Kinder aber manchmal auch. Und wenn es nicht solche Probleme sind, die Severn
Suzuki 1992 ansprach, so ist es doch auch ein wesentliches Problem für ein
4-jähriges Kind, wenn seine große, schöne Sandburg einfach so niedergetrampelt
wird. Einige würden jetzt sagen „das war doch nur eine Sandburg“.
Vielleicht war es für das Kind ja auch nur eine Sandburg, vielleicht aber auch
nicht. Vielleicht war es eine Festung, die eine wunderschöne Prinzessin beschützte,
oder eine Ritterburg mir König und Königin. Vielleicht war diese Sandburg für
das Kind ebenso wichtig, wie der Arbeitsplatz für einen Geschäftsmann. Wer weiß
das schon?
Beim Bau einer Sandburg konzentriert sich das Kind,
steckt seine ganze Energie in diesem Moment in diese eine Sandburg. Dabei
achtet ein Kind nicht darauf, ob es morgen mit Mama in die Stadt muss, oder
nicht. Das Einzige was in diesem Moment zählt ist die Sandburg und ob das
Wasser auch durch das Burgtor gelangen kann. Sich auf das Wesentliche
konzentrieren, fixieren, viele Erwachsene tun oder können dies nicht. Wenn eine
wichtige Präsentation ansteht denken die Meisten gleichzeitig auch daran, was
sie denn zuhause kochen sollen, da ja andere bereits auf sie warten. Und das
ist auch verständlich und gut so. Mann kann die Verantwortung über die eigenen
Kinder nicht vergessen und man kann auch nicht immer nur im Moment leben, wenn
man Verantwortung besitzt. Trotzdem, ein mancher Erwachsener kann sich so
einiges von Kindern abschauen. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: „Ihr müsst
euch ändern und wie die Kinder werden. Nur so könnt ihr ins Himmelreich
kommen.“
Natürlich meinte er damit nicht, dass ein jeder
Erwachsener sich nun wie ein 4-Jähriger benehmen und aufführen sollte. Dennoch,
einige Eigenschaften, die ein Kind besitzt, sind es würdig sie bei zu behalten.
Kinder können mit dem was sie tun eins werden, können sich schon für die noch
so kleinsten Dinge begeistern, besitzen keinerlei Vorurteile, sondern bilden
sich ihr eigenes Urteil und gehen auf alles und jeden erst einmal offen zu. Sie
besitzen Träume, Hoffnungen, an denen sie festhalten, auch wenn sie noch so
unerfüllbar scheinen, sie wollen neues entdecken und versuchen immer wieder
neue Wege zu finden.
Also: Seid klug und sucht das Kind in euch.
Einleitung „Nessajas
Lied“
Das Lied, das wir uns
ausgesucht haben kennen einige von euch sicher. Es ist „Nessajas Lied“ aus
Peter Maffays „Tabaluga“ oder „Die Reise zur Vernunft“. Auf dieser Reise
begegnet Tabaluga vielen Kreaturen, die ihre eigenen Vorstellungen von Vernunft
und Lebenssinn haben doch keine davon ist seine. Schließlich bringt ein Storch
zu Nessaja der alten Meeresschildkröte, denn nur ihre Weisheit kann dir geben,
wonach du suchst.
Segen
Segen für alle
Mögest du am Morgen
voll Erwartung sein,
mittags voller Kraft,
und abends voller Weisheit:
Gott segne dich
Mögest du am Morgen
voll Erwartung sein,
mittags voller Kraft,
und abends voller Weisheit:
Gott segne dich
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