Damit wir klug werden 22. März 2015

ANSPIEL
K: Wirst du daraus schlau?
D: Im nach hinein ist man immer schlauer.
B: Am auffälligsten unterscheiden sich die Leute darin, dass die Törichten immer wieder   
     dieselben Fehler machen und die Gescheiten immer wieder neue.
D: Oh, er hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.
K: Aber auch der Weise lernt nie aus.
D: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
B: Selig sind die Geistig Armen.
K: Wer schlau ist weiß was er sagt, der Dumme sagt was er weiß.
B: Und der Kluge weiß wann er schweigt.
K: Unter Schwätzern ist der Schweigende der Klügste.
D: Ob ein Mensch klug ist erkennt man an seinen Fragen!
B: Nein das geht folgendermaßen: Ob ein Mensch klug ist erkennt man an seinen Antworten,
     ob er weise ist an seinen Fragen.
D: Klugscheißer!
B: Das heißt Besserwisser.
K: Ach komm, er ist eben ein Schlauberger.
D: Tja, der Klügere gibt nach.
B: Wenn der Klügere immer nachgibt wird die Welt von Dummen regiert.
K: Man wird nicht dumm geboren, man wird dazu gemacht, denn Klugheit
     steckt nicht in den Jahren sondern im Kopf.
B: Genau, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
D:   ?
B: Wenn dumme Leute überlegend schweigen, dann sollen Kluge schweigend überlegen.
K: Der Vorteil der Klugheit besteht darin sich dumm stellen zu können,
     andersherum ist schon schwieriger.
B: Der Kluge achtet auf seine Schritte.
D: Durch Schaden wird man aber klug.
K: Was immer du tust, tu es klug und bedenke das Ende.
B: Wir sind heute einfach über alles zu sehr informiert um daraus noch klug werden zu können.
K: Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug
     für den der kommen mag.
D: … und jetzt bin ich so klug als wie zuvor.



Begrüßung
Also hat jetzt keiner was gelernt? Ich schließe mich Pia an.
Und mit diesem Anspiel begrüße ich sie zu unserem Juki-Gottesdienst
im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
Das Motto für diesen Gottesdienst heißt „Dass wir klug werden“.
Aha.
Daraus werde ich zum Beispiel jetzt nicht klug, oder schlau oder weise.
Ich weiß eigentlich noch nicht mal was das ist.
Also warum lassen wir es uns nicht erklären?


Predigt Hannah – Was ist Klug?

Was ist Klug? Ist klug wenn du gut in der Schule bist
oder nachvollziehen kannst wie fremde Dinge funktionieren?
Oder bist du dann nicht eher gebildet und schlau,
auf jeden Fall aber intelligent?
Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden was Klugheit eigentlich ist
bevor man davon redet.
Da meine Mitstreiter mir im Prinzip zustimmen oder keine Gegenargumente haben versuche ich euch zu  erklären was die Unterschiede sind.
Da gibt es intelligent.
Jeder ist intelligent, mal mehr mal weniger, je nach IQ.
Es ist die Fähigkeit komplexere Zusammenhänge zu verstehen
und Dinge schnell miteinander verknüpfen zu können,
praktisch die Grundlage auf der wir die Sieger der Evolution geworden sind. Aber das bedeutet nicht, dass man klug, schlau, gebildet oder sonst was ist.
Gebildet ist man wenn man das Lexikon auswendig gelernt hat
und zur passenden Gelegenheit wiedergeben kann.
Das ist zwar nett und von der Gesellschaft bewundert,
aber im Leben hilft das nur begrenzt weiter.
Ganz anders wenn man schlau ist.
Schlau ist wenn man weiß wie man auf bestimmte Situationen reagiert,
wie effektiv das Ziel erreicht wird,
und dabei vielleicht sogar ein bisschen gerissen ist.
Das erste was mir zu diesem Wort einfällt ist die „Bauernschläue“,
dieses absolut alltagstaugliche um Dinge wissen.
Jetzt könnte man sich auch fragen ob das nicht auch auf klug-sein zutrifft. Schlau und klug zu trennen ist schwierig, dass gebe ich zu.
Beides ist etwas sehr intuitives.
Aber überlegen wir mal -  würde man nicht eher sagen,  
dass der Schlaue auch gerissen und listig ist wie eine Schlange
oder würden sie diese zweifelhaften Attribute wirklich einem Klugen zuschreiben? Für mich klingt das nicht richtig.
Klugheit ist in gewisser Weise reifer.
Auch hier weiß man instinktiv um viele Dinge.
Was für mich aber auch zu Klugheit gehört ist ein Gespür für Menschen
und ihren inneren Antrieb.
Der Kluge kennt die Menschen und das ist etwas viel schwierigeres als eine naturwissenschaftliche Analyse, liebe Intelligente! 
Er versucht sein Umfeld zu verstehen, anders als jemand Schlaues,
der sich auf das was er „weiß“ sozusagen verlässt.
(Der Kluge guckt über den eigenen/alltäglichen Horizont hinaus und weiß,
dass da noch mehr ist)
Auf seine Weise versucht er sein Wissen zu erweitern,
eine neue Erkenntnis zu finden. Und das entscheidet er nicht bewusst,
sondern es geschieht einfach aus einem inneren Bedürfnis heraus.
Klug-sein hat also weniger mit Schule und Bildung zu tun
sondern eher mit dem Leben.
Und nur wer das Leben mit all seinen Fassetten zu verstehen versucht
wird eines Tages ein Weiser sein können.
Sorry.     
 
   
Eiko: „Dass ihr klug werdet“ – über das Bildungssystem
Fragt man seine Eltern:“Wie werd ich klug?“
Kommt die Antwort:“Schnapp dir ein Buch und lern für die Schule!“ Daran erkennt man wie sehr die Generation Handy und natürlich auch die davor die Begriffe „schlau“ und „klug“ durcheinander gebracht hat. Hätte man seinen Eltern vor 100 Jahren dieselbe Frage gestellt,
wäre die Antwort in jene Richtung gefallen:“Schnapp dir ´nen Spaten
und grab den Acker um. Wenn du es dabei nicht herausgefunden hast, weißt du jetzt immerhin wie man einen Acker umgräbt.“
In einer Leistungsgesellschaft, in der es nur noch darum geht wie gut und wie schnell du etwas kannst, rücken soziale Komponenten, wie Teamgeist, Liebe oder Mitgefühl immer mehr in den Hintergrund.
Wir leben in einer Übergangsgesellschaft zwischen dem Mittelalter,
in dem noch alles mit der Hand gemacht wurde und der Zukunft,
in der der Mensch gar nichts mehr selber machen muss.
Bestes Beispiel ist die gute alte Jugend von heute.
Welcher Jugendliche kennt noch Weben oder Häkeln. Bei den meisten hört es ja schon bei Reifenflicken und Bügeln auf.
Doch wer ist daran schuld, dass unsere Generation sich wahrscheinlich nicht länger als einen Monat lang ernähren könnte.
Die Gesellschaft, die Eltern, das Internet?
Ich glaube alles ein Stück weit schon.
Doch den größten Teil macht für mich die Schule aus.
Eine Schule in einem Schulsystem, was darauf ausgelegt ist
die Sachen zu lernen, welche man braucht,
und die Sachen nicht zu lernen, welche man wirklich braucht.
Was nützen mir die besten Biologiekenntnisse,
wenn ich nicht zum Labor hinkomme,
weil ich es nie gelernt habe einen Reifen zu flicken.
Was bringt es mir tausende von Fremdsprachen zu lernen,
wenn ich es nicht schaffe auf Deutsch eine Steuererklärung zu schreiben.
Ich bin der beste in Informatik, weiß aber trotzdem nicht,
welche Knöpfe ich auf der Wachmaschine drücken muss?
Was bringt mir all mein Wissen, wenn ich im Alltag scheitere.
Aber Hauptsache ich war in der Schule Klassenbester.
Die Leistungsgesellschaft schreibt uns vor überall der Beste zu sein.
Und weil Kochen, Gartenarbeit und Haushalt zu einfach wäre,
probiert man es eben mit Quantenphysik, Altgriechisch und Informatik, „Da zeigt sich dann erst, wer wirklich der Beste ist“.
Menschen sind nie perfekt und jeder hat seine Stärken.
Wo es beim einen an theoretischen Kenntnissen mangelt, da treten ganz andere Talente zum Vorschein, meist auf sozialer Ebene.
Leute, die vielleicht nicht so gut in Physik sind, sind vielleicht besser
im Trösten, im Zuhören oder im Anpacken. Und ist er dadurch schlecht? Nein, er ist zwar nicht schlau, aber klug.
Und diese soziale Komponente fehlt mir in unserem Schulsystem. Meiner Meinung nach liegt das Hauptaugenmerk im deutschen Bildungssystem viel zu sehr auf dem theoretischen Speziellen.
Muss man so Fächer wie Physik, Biologie oder Chemie
so spezifisch erläutern?
Plump gesagt, reicht es nicht auch zu wissen, was es für Körperteile gibt und was sie machen.
Muss man sich da dann noch die einzelnen Vorgehensweisen auf molekularer Ebene anschauen?
In meinen Augen nein.
Vielmehr sollte es Fächer geben in denen das gelernt wird,
was man später wirklich einmal braucht.
Oder auch Fächer, wo es darum geht, auf sozialer Ebene zu lernen. Denn nun mal ehrlich, wen außer die Mutter/den Vater am Zeugnistag, interessiert schon die Sozialnote und die Arbeitsnote.
Eine gewürfelte Zahl zwischen 1 und 5, bei der eh bei ca. 90% der Klasse gut steht.
In meinen Augen sollte Schule darauf hinzielen, den Schüler auf sein Leben danach vorzubereiten.
Und damit meine ich sowohl auf sozialer Ebene
als auch auf pragmatischer Ebene.
Wie man mit Menschen richtig umgeht
und wie man im Alltag später einmal zurechtkommt.
Die Schule sollte den Schüler an die Hand nehmen
und ihn ein Stück weit klug machen.

Einleitung Aktion
Ich: Ja Eiko, das klingt alles ziemlich kritisierend. Hast du denn bessere Ideen, um das zu ändern?
Eiko: Ich vielleicht nicht, aber was ist mit unserem Publikum? Die haben bestimmt auch Ideen, wie unser Schulsystem verbessert werden könnte.
Ich: Das denke ich auch. Also, liebes Publikum, was würden Sie am Schulsystem ändern wollen? Für ihre Ideen haben wir Ihnen am Anfang kleine Zettel mitgegeben, auf denen sie notieren können, was sie als Unterrichtsfach oder als Inhalt für den Unterricht vorschlagen würden.
AKTION



YUKA: VORURTEILE SELBST ERLEBT
Jeder kennt sie: Vorurteile. Sie können sich auf alles Mögliche beziehen: Religion, ethnische Herkunft, Aussehen, Sexualität, Bildung…
Es ist ganz normal und menschlich, dass man jemanden, den man das erste Mal sieht in eine seiner Schubladen einordnet. Was aber schlimm und für den Betroffenen auch oft nervig ist, ist, wenn sich dieses VOR-Urteil weiter festigt ohne einen Grund und man aus dieser Schublade nicht mehr rauskommt.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Die Leute sehen mich. OK, Emo, Goth, Punk, …wo diese mich dann einordnen ist unterschiedlich.
Dann sehen sie die Narben an meinen Armen. Und sofort fühlen sie sich in ihrer Meinung betätigt. Das hängt mit der Szene zusammen. NEIN!
Dahinter liegt eine Geschichte. Aber die wollen einige gar nicht wissen.
Es ist so viel einfacher, ein kritisches Thema wie Ritzen zu ignorieren.
Wie oft musste ich mir anhören, dass ich das doch nur für Aufmerksamkeit tun würde. Das ist eine weit verbreitete Meinung. Aber bei 99% der Betroffenen ist das falsch. Es gibt einen Grund dafür. Jahrelanges Mobbing, Verlust von Bezugspersonen, Misshandlung…oder auch einfach eine defekte Hirn-Biochemie. Das ist wirklich so. Ist z.B. bei mir der Fall.
Aber warum trägt die dann schwarze Klamotten?
Weil ich mich darin wohl fühle.
Außerdem ist das Verständnis bzw. die Akzeptanz  von Selbstverletzendem Verhalten innerhalb dieser Szenen viel höher.
Diese Szene hat nämlich eine sehr hohe Toleranz und das vielen Themen gegenüber. Man gibt sich Mühe, den anderen zu verstehen.
Wahrscheinlich fühlen sich deshalb so viele „Ritzer“ zu der Szene hingezogen.
Und dadurch festigt sich das Vorurteil. Ein Teufelskreis.
Aber hey, sollte man uns wirklich auf das Äußere begrenzen? In jeden steckt doch viel mehr. Schaut euch z.B. mich an. Ich bin leidenschaftlicher OHV-Fan und brülle mir für den Verein Sonntagabends die Seele aus dem Leib.
Ich helfe ehrenamtlich bei der KIKI oder auf Konfi-Fahrten oder biete älteren Damen meine Hilfe beim Sachen tragen an, gebe kostenlose Nachhilfe…
In jedem Menschen steckt so viel mehr als das Äußere verrät, nach dem wir zuerst urteilen.
Also achtet (doch) nicht nur auf das Äußere – sondern erlaubt euch auch einen zweiten Blick – auf den Charakter.


Lena und Ida
„Vom Aufbauen, Abreißen, Hinterfragen, erkennen von Mauersteinen“
eine Predigt an der Mauer







„Von der Klugheit der Kinder – Pia

Eine Großstadt.
In ihr hastige, schnell gehende Menschen.
Beschäftigt mit ihren Einkäufen, höchst wichtigen Telefonaten, Shoppen, Smartphones, damit den nächsten Cupcake Laden, oder die nächste S-Bahnstation zu finden.
Beim Ehestreit im Cafe, zu spät zum wichtigen Meeting, bei der Sitzung aufgrund des geplanten Baus des Bahnhofs, versetzt vom Date.
Genervte Verkäufer, Mütter mit ihren weinenden Schützlingen, die nur noch die leere Eistüte in der Hand halten, eiskalte Geschäftsmänner, Touristen mit ihren Tennissocken, einige Obdachlose am Rand, um Geld bettelnd, von den anderen ignoriert.
Mitten unter ihnen,
und doch nicht wahrgenommen, ein kleines Kind.
Es hält sich die Ohren zu.

Die Menschen sind beschäftigt mit tausend verschiedenen, lebensnotwendigen Dingen, übersehen dabei aber die eigentlichen Probleme, oder wollen sie nicht wahr haben. Das Kind hingegen hat die Problematik längst erkannt. Die Erwachsenen kümmern sich um alles, nur nicht um das Wesentliche. Sie fragen sich, was das mit dem Thema „klug sein“ zu tun hat?
Nun, das möchte ich ihnen erklären. Vielleicht kennen sie ja das Video vom Mädchen, das die Welt für 6min zum Schweigen brachte. Nicht? Das Mädchen Severn Suzuki sprach 1992 als Vertreter der ECO, einer Kinder Umweltorganisation auf der UN Klimakonferenz in Rio de Janeiro bereits die wesentlichen Probleme dieser Welt an.
Hunger, Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit, Armut.
Sie verstand schon damals nicht, warum es auf dieser Welt so ungerecht zugehen muss, warum so viele leiden müssen. Sie appellierte damals an die Erwachsenen, das es Zeit ist etwas zu ändern. Sie wollte für ihre Zukunft kämpfen, eintreten, und ich bin mir sicher, dass sie damit nicht alleine war. Diese Konferenz ist jetzt 23 Jahre her, und was hat sich bis jetzt geändert? Gerade zu nichts. Menschen hungern immer noch, die Umweltverschmutzung schreitet weiter voran und die Ungerechtigkeit dieser Welt wird immer mehr.
Warum haben die Politiker ihr damals nicht zugehört? Hatten sie gerade Pause und war`n nen Kaffee trinken, oder war es pure Ignoranz? War es die Aussage, die Bitte eines kleinen Mädchens es nicht wert angehört zu werden?
Ich frage mich da, warum Sprüche wie „du dummes Kind“, „komm doch mal auf den Boden der Tatsachen zurück Kind“, oder „eine naive Weltsicht hat noch nie einen Jemand weitergebracht“ da noch existieren.
Wie viele Kinder wollen wohl erwachsen sein, wenn sie entweder hungern, leiden, oder wissen, dass sie mit den Resultaten aus dem was jetzt passiert leben werden müssen.  Wohl nicht sehr viele. Ich beneide die Erwachsenen nicht darum was sie leisten müssen oder sollten. Es ist wohl eine schwere Aufgabe in dieser Welt bestehen zu können, sich um diese zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen. Das wage ich ja auch gar nicht zu bezweifeln. Erwachsene haben es schwer im Leben, Kinder aber manchmal auch. Und wenn es nicht solche Probleme sind, die Severn Suzuki 1992 ansprach, so ist es doch auch ein wesentliches Problem für ein 4-jähriges Kind, wenn seine große, schöne Sandburg einfach so niedergetrampelt wird. Einige würden jetzt sagen „das war doch nur eine Sandburg“. Vielleicht war es für das Kind ja auch nur eine Sandburg, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht war es eine Festung, die eine wunderschöne Prinzessin beschützte, oder eine Ritterburg mir König und Königin. Vielleicht war diese Sandburg für das Kind ebenso wichtig, wie der Arbeitsplatz für einen Geschäftsmann. Wer weiß das schon?
Beim Bau einer Sandburg konzentriert sich das Kind, steckt seine ganze Energie in diesem Moment in diese eine Sandburg. Dabei achtet ein Kind nicht darauf, ob es morgen mit Mama in die Stadt muss, oder nicht. Das Einzige was in diesem Moment zählt ist die Sandburg und ob das Wasser auch durch das Burgtor gelangen kann. Sich auf das Wesentliche konzentrieren, fixieren, viele Erwachsene tun oder können dies nicht. Wenn eine wichtige Präsentation ansteht denken die Meisten gleichzeitig auch daran, was sie denn zuhause kochen sollen, da ja andere bereits auf sie warten. Und das ist auch verständlich und gut so. Mann kann die Verantwortung über die eigenen Kinder nicht vergessen und man kann auch nicht immer nur im Moment leben, wenn man Verantwortung besitzt. Trotzdem, ein mancher Erwachsener kann sich so einiges von Kindern abschauen. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: „Ihr müsst euch ändern und wie die Kinder werden. Nur so könnt ihr ins Himmelreich kommen.“
Natürlich meinte er damit nicht, dass ein jeder Erwachsener sich nun wie ein 4-Jähriger benehmen und aufführen sollte. Dennoch, einige Eigenschaften, die ein Kind besitzt, sind es würdig sie bei zu behalten. Kinder können mit dem was sie tun eins werden, können sich schon für die noch so kleinsten Dinge begeistern, besitzen keinerlei Vorurteile, sondern bilden sich ihr eigenes Urteil und gehen auf alles und jeden erst einmal offen zu. Sie besitzen Träume, Hoffnungen, an denen sie festhalten, auch wenn sie noch so unerfüllbar scheinen, sie wollen neues entdecken und versuchen immer wieder neue Wege zu finden.
Also: Seid klug und sucht das Kind in euch.


Einleitung „Nessajas Lied“
Das Lied, das wir uns ausgesucht haben kennen einige von euch sicher. Es ist „Nessajas Lied“ aus Peter Maffays „Tabaluga“ oder „Die Reise zur Vernunft“. Auf dieser Reise begegnet Tabaluga vielen Kreaturen, die ihre eigenen Vorstellungen von Vernunft und Lebenssinn haben doch keine davon ist seine. Schließlich bringt ein Storch zu Nessaja der alten Meeresschildkröte, denn nur ihre Weisheit kann dir geben, wonach du suchst.




Segen

Segen für alle
Mögest du am Morgen
voll Erwartung sein,
mittags voller Kraft,
und abends voller Weisheit:
Gott segne dich

Krieg und Frieden! Oktober 2014

Das geht uns doch nichts an -Ida

Ukraine, Syrien, der Gazastreifen, Westafrika, Afghanistan, Irak. Überall dort kämpfen Menschen

Aber das ist ja alles soweit weg. Damit haben wir ja nichts zu tun. Was geht uns das auch an.

Die „Bild“ schreibt über Rihannas Hintern, den Skandal irgendeiner Prinzessin, und über Fußball

und ach ja... In der Ukraine kämpfen die gerade - 2 Sätze unten in der Ecke.... Aber noch auf der

Was sollen wir uns damit auch beschäftigen. Uns geht es ja gut. Bei uns wird nicht gekämpft.

Dass Deutschland und einige andere Länder Waffen an verschiedene Konfliktparteien liefern.

Wir sitzen hier sicher und es ist nun mal wichtiger,  dass ich ein neues Handy kriege, als dass die

seltenen Erden in meinem Handy unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen abgebaut werden.

So weit weg wenn man bedenkt,  dass Syrien etwa so weit weg ist wie Gran Canaria... die

Trauminsel zu der man im Sommer mal eben in unter 6 Stunden hin fliegen kann...

So weit weg wenn man bedenkt, dass der Gaza-Streifen etwa 4500 km weit weg ist. Ja, das ist viel. 

Wobei:  4500 km kann man in drei Tagen fahren... und in drei Tagen ist Mittwoch.

Ägypten gilt als drittliebstes Reiseziel. Da gibt es auch immer noch Glaubenskämpfe.

Und an Ebola sind inzwischen über 4000 Menschen gestorben. Das sind mehr als hier am

Gymnasium und an der IGS Aurich West zusammen Schüler sind... Und vermutlich werden in 6

Monaten etwa  20 000 Menschen infiziert sein. Das wäre jeder zweite Auricher. Jeder zweite

„So weit weg“ von Ida

(Krieg, Leid, Kampf, Tod, Schmerz, Trauer, Waffen....)

gegen Menschen und Menschen ums Überleben

Wir sind nicht betroffen und auch nicht schuld.

Titelseite.

Pff..nicht der Rede wert. Sind wir ja nicht.

So weit weg? Wo viele von uns ein Stück Leid täglich in den Händen halten?

So weit weg?

Kriegstourismus als Abwechslung fürs Wellness-Programm?

Auricher, der wahrscheinlich stirbt...

Soweit weg ist das alles gar nicht. Es geht uns etwas an.

Inzwischen gibt es an fast allen unserer Auricher Schulen mindestens eine Sprachlernklasse.

Wussten Sie das? Wie kann es sein, dass den Erst- und Zweitklässlern die Flüchtlingsprobleme

bewusster sind als uns. Dass sie sich damit mehr beschäftigen als wir. Dass es für sie ganz einfach

Und wie kann es sein, dass ich nicht mitreden kann, wenn meine Schwester am Eßtisch davon

spricht, dass der Neue in ihrer Klasse kein deutsch spricht und vor dem Krieg weggelaufen ist und

deshalb keine Schulranzen hat. Wir wollen Kinder vor allem beschützen und sie scheinen die

einzigen zu sein, die sich wirklich damit beschäftigen … und manchmal sogar Lösungen finden.

Sicher, es bringt nichts, wenn wir jetzt alle nach Syrien fliegen oder nach Westafrika. Aber unsere

Mentalität müsste sich ändern. Vielleicht sind es Schulranzenspenden oder einfach nur etwas mehr

Doch mal abgesehen von uns. Dass wir es nicht begreifen, dass wir uns lieber in Sicherheit wiegen

verstehe ich ja... Beruf, Familie Freunde und deren Probleme. All das hält uns inAtem. Aber welche

Entschuldigung haben die Politiker. Das ist doch ihr Job. Wie kann es sein, dass auch sie kaum

handeln. Man sollte doch meinen, dass sie die Mittel haben, dass sie über Mittel verfügen können,

Oder aber sind sie noch weiter weg als wir, weil sie nicht mal die Sprachlernklassen haben und die

neuen Nachbarn, die ihnen Weltprobleme vor Augen führen… Keine Kinder, für die die Ukraine gar

nicht weit weg ist, weil sie einen Freund in Brasilien haben und das noch weiter weg ist.

ist, zumindest hier Flüchtlingen Frieden zu geben.

Ganz einfach, dann kriegt der halt meinen alten Ranzen.

Toleranz, mehr Bereitschaft...

dass sie etwas mehr Weitsicht haben.

So weit weg... Das geht uns nichts an...

Doch vielleicht ist das der einzige Weg nicht an dem Gefühl zu verzweifeln, dass die Katastrophen

kein Ende nehmen.


Die Wandlung der Kriege mit der Zeit   von Lea

Krieg. Ich glaube wir alle wissen ganz genau was das ist. Bei diesem Beitrag möchte ich ihnen etwas

Fangen wir, wie wohl erwartet, von vorne an. Als erstes waren da Kriege, die man mit Holzkeulen

und Händen bestritten hat. Also so stell ich mir das in der Steinzeit vor. Dann haben sie sich mit der

zusammengeschlossen und auch zu größeren Lebensgemeinschaften. So wurden die Kriege immer

größer. Außerdem wurden bessere und mehr Waffen entwickelt, wobei man auch gleich

Schutzausrüstungen gebaut hatte. Kriege wurden brutaler, größer und forderten viel mehr Opfer. Mit

der Zeit gab es dann das römische Reich und deren Kriege. Gallien mit den ganzen Kriegen. Es

wurde sozusagen normal, dass es Krieg gab. Ja Krieg wurde sogar als Lösung für vieles gerne

gesehen. Dann kamen die ersten Pistolen. Sie veränderten den Krieg noch einmal, denn durch sie

konnte man auch aus weiterer Entfernung Menschen umbringen. Es änderte sich also die Technik .

Mit der Zeit entstanden Staaten und Zusammenschlüsse. Es wurden große Länder wie

Großbritannien, Frankreich und das Deutsche Reich gegründet und bekamen mit der Zeit den Namen

Es kam der erste Weltkrieg, welcher auch der erste war, indem Maschinengewehre benutzt wurden.

Dieses Jahr ist das 100jährige ja ich mag gar nicht Jubiläum sagen. Jubiläum ist etwas, was man

feiern kann, jedoch ist es dies mit Sicherheit nicht. Staaten benutzten Verträge, um andere auf ihrer

Seite in den Krieg zu bekommen. Es entstand der erste Weltkrieg und einer der Verlustreichsten für

Kurze Zeit später wurde der zweite Weltkrieg begonnen. Und diesmal kann man wirklich sagen, dass

es die Schuld Deutschlands war. Auch dies war einer der schlimmsten Kriege der Weltgeschichte.

Heutzutage gibt es immer noch Kriege, wie in Afghanistan oder dem Irak. Ich möchte mir gar nicht

Ich glaube man kann allgemein sagen, dass der Fortschritt der Menschheit den Krieg immer und

über die Wandlung der Kriege mit der Zeit sagen.

Zeit gewandelt. Erst ist die Menschheit 'anders' geworden und hat sich zu Clans

'Großmächte'.

die deutsche und französische Geschichte.

Logisch da es ja der zweite Weltkrieg war.

vorstellen, wie es ist in so einem Kriegsgebiet leben zu müssen.

immer wieder verändert hat. Und das nicht auf eine gute Weise.

ISIS – wenn die Religion alles zerstören kann               von Mareike

Klar – ohne Religion geht nichts. Ohne Glauben wäre das Leben nicht das gleiche. Ohne Glauben

wären wir nicht hier. Ohne Glauben an eine bessere Welt - wie ohne Armut in den

Andere wünschen sich wahrscheinlich gerade, der Glaube sollte von der Welt verschwinden. Kein

Streit um biblische Städte. Keine Toten, die betrauert werden müssen. Keine Terrororganisationen,

die einem etwas wegnehmen wollen. Nichts um das man sich Sorgen machen müsste.

Selbst Al Kaida zieht sich vor den Isis zurück, hebt die Hände und sagt: „Also wir haben euch nichts

getan!“ Ein Krieg zwischen Religionen. Christen, Muslime, Juden… Isis beseitigt sogar die, die

ihren Glauben teilen. Muslime gegen Muslime. Fundamentalisten gegen Liberale. Ost gegen West,

Süd gegen Nord. Frau gegen Mann. Panzer gegen Maschinengewehre. Kinder werden zu Geiseln,

Männer zu Kriegsgefangenen. Frauen werden versklavt. Wo ist da der Glaube? Wo ist der, der alles

Entwicklungsländern. Ohne Glaube an Gott. Alles wäre dann irgendwie anders.

richten soll? Und was kann der gegen die tun, die auf das fixiert sind, was für uns total ohne Sinn ist?

Eine Religionsintoleranz macht sich breit, verteilt sich übers Land, bereitet Kummer und Sorgen. Hat

Hm. Und jetzt? Isis kämpft immer noch für ihr Recht. Luftangriffe werden weiter gestartet, Städte

Ich denke, es ist nicht „er“, der etwas tun muss. Wir sind es. Für Frieden, Recht und Ordnung. Denn

uns nicht jemand versprochen, da zu sein? Uns zu helfen?

erobert, Lager werden zerstört.

darauf kommt es doch an, oder?

Krieg mit der Psyche       von Lea


Es gibt verschiedene Arten von Krieg. Die erste die ich glaub uns allen einfällt ist die, von der wir

fast jeden Tag etwas in den Nachrichten hören. Jedoch möchte ich ihnen jetzt nichts über diese Art

von Krieg erzählen, sondern viel lieber über eine Art von Krieg, die heutzutage immer noch eine Art

Der Krieg mit der Psyche bestreitet man allein. Er ist nicht unbedingt physisch für Fremde zu sehen,

denn es gibt keine Schusswunden oder etwas in der Art. Die Wunden, die man davonträgt, sind nicht

zu sehen oder versteckt unter Klamotten oder Make-Up. Doch sie sind immer noch da.

Meistens können andere Personen den Krieg nicht mit einem bestreiten, denn es ist nicht ihr Krieg.

Sie können einen nur begleiten, während man diesen führt. Andere können einem helfen, aber

Die Waffen dieses Krieges ähneln sich meistens nur in einem Punkt denen, die in 'echten' Kriegen

verwendet werden: Sie tun einem weh. Auf psychische und manchmal sogar physische Art. Die

eigene Psyche kennt einen besser als viele und sie kennt vor allem die kleinen und großen

Schwächen und von einem selber genannten 'Fehler'. Sie erinnert einen immer wieder an diese Dinge

Für viele wird es nach einer gewissen Zeit zu viel und sie fangen an, sich selber 'Kriegswunden'

zuzufügen. Sie verstecken sie, weil sie nicht wollen, dass sie jemand sieht. Dass ihnen jemand hilft,

weil sie denken, dass sie andere damit selber in so einen Krieg hineinbringen könnten. Sie wollen

nicht, dass andere so einen Krieg bestreiten. Sie wollen, dass andere keine Sorgen haben und

Doch so einen Krieg kann man alleine nicht bestreiten und erst recht nicht gewinnen. Jeder Mensch

hat seine Grenzen und, wenn man diese erreicht hat, braucht man Hilfe, um wieder auf die Beine zu

kommen und weiter zu kämpfen. Man muss diese Hilfe annehmen und akzeptieren. Ja und vielleicht

von Zeit zu zeit nach ihr fragen, jedoch ist man deswegen keines Weges schwach. Man ist stark,

denn man hat den Mut aufgebracht einem anderen Menschen sich anzuvertrauen. Man ist, auch wenn

es immer noch der eigene Krieg ist, nicht mehr ganz alleine, denn wenn man nicht mehr kann und

Hilfe braucht hat man die Gewissheit, dass es da eine Person gibt, die von dem Krieg weiß und der

Tabuthema ist: Den Krieg mit der Psyche.

meistens nicht auf die Art, wie sie es gerne wollen würden.

und quält einen.

glücklich sind. Nicht so wie sie.

man alles erzählen kann. Allein schon diese Gewissheit macht vieles besser.

„Minenfelder und Altlasten“ von Eiko


Wo wir gerade beim Thema Krieg sind: Man weiß immer genau, wann ein Krieg anfängt. Aber wann

hört ein Krieg eigentlich auf? Klar, mit einem Friedensvertrag. Doch ein Krieg ist noch lange danach

spürbar. Nur weil irgendwelche Politiker ein Stück Papier mit ihren schmierigen Handschriften

unterzeichnet haben, ist der Krieg weder aus den Köpfen der Menschen noch aus der Umwelt

verschwunden.  Einen Krieg merkt man noch lange danach. Viele haben noch immer Vorurteile

gegen die Deutschen, die angeblich alle Nazis sind und zwei Weltkriege angefangen haben.

Ich fühle mich auch ein bisschen schuldig, wenn man im Ausland auf das Thema zweiter Weltkrieg

Ein andere Punkt welcher uns ständig an den Krieg erinnert, sind die zahlreichen Blindgänger, von

Solche Minen oder Blindgänger gibt es auch in unserem Leben. Dinge, die mal passiert sind und

plötzlich wieder hochkommen. Wenn man mit jemandem redet und einen wunden Punkt des

Gegenübers anspricht, dann ist das so wie beim Bauarbeiter, der im Boden gräbt und sich denkt:

Zum Beispiel das Thema Beziehung, welches wieder an die alte Liebe erinnert oder den

Kriegsveteranen, der sich durch einen Artikel wieder an die Grausamkeit des Krieges erinnert.

Der Unterschied zwischen solchen „Altlasten“ und echten Minen ist, dass die „Altlasten“ nicht nur

Doch wie der Bauarbeiter das Sprengkommando zur Hilfe holt, kann auch die „Altlast“ zumindest

So wie das Sprengkommando die Bombe kontrolliert sprengen kann, hilft es bei „Altlasten“,

Also es nicht für sich zu behalten und in sich hinein zu fressen, sondern darüber zu reden.

Dies beinhaltet zwar trotzdem eine Explosion. Doch mit dem richtigen Gesprächspartner fällt einem

diese Explosion leichter. Und wer weiß, vielleicht fühlt man sich nach der Aussprache besser und

zu sprechen kommt.

denen man in letzter Zeit wieder häufiger hört.

„Oh, Scheiße!“ wenn er die Mine sieht.

einmal explodieren.

verringert werden.

darüber ausführlich zu reden.

kann in Zukunft mit der Situation besser umgehen.

„Friedensbilder in den Kulturen“              von Hannah


Bei allen Krieg haben sich die Menschen stets Frieden gewünscht. Und so ist es nicht verwunderlich,

die ältesten Friedensvorstellungen im Glauben und den Paradiesvorstellungen zu finden. Lange Zeit

wurde Frieden nur als die Abwesenheit von Krieg bezeichnet, was unsere heutige

Politikwissenschaft „negativen Frieden“ nennt. Zeichen dafür sind Wörter wie „Einfriedung“, um

den Bereich zu kennzeichnen, in dem die Familie in Ruhe leben kann. Aber dieser Zustand des

„zwischen Kriegen verharren“ hat den verschiedenen Kulturen nie als Frieden gereicht. Und so wie

wir auch heute nach einer höheren Form des Friedens als einem bloßen Waffenstillstand streben,

Das sagt schon das Wort selbst – Frieden. In seiner altdeutschen Form „Fridu“ bedeutet es nicht nur

„Schonung“ sondern auch „Freundschaft“. Und auch in der Religion finden sich starke, vielleicht

auch etwas überraschende Bilder von Frieden. Zwei Wörter, die das Wesen von Frieden

umschreiben, sind das jüdische „Shalom“ und das islamische „Salam“. „Salam“ setzt sich auch den

drei Wortteilen „Sin lam mim“ (Sicherheit, Unversehrtheit, Ganzheit) zusammen. Das bedeutet:

Frieden ist, wenn etwas vollständig und heil ist. Er bewahrt Dinge. Und ich habe sogar

Übersetzungen gefunden, wo es heißt, etwas „unversehrt zu übergeben“ oder sich „hinzugeben“.

Auch „Shalom“ umfasst neben Frieden auch Unversehrtheit, Gesundheit, Sicherheit. Aber auch Ruhe

Auch bei uns wird Frieden mit ähnlichen Eigenschaften umschreiben. Allerdings habe ich auf meiner

Suche etwas gefunden, was so klar in den beiden Worten nicht gesagt wird. Jesus ist als

Friedensbringer auf die Welt gekommen. Das bedeutet aber nicht, dass wir jetzt  einfach  darauf

warten können. Wenn wir ihn nicht annehmen, kann der Frieden nicht kommen. Es liegt also an uns,

hatten auch die Menschen früher Ideale von Frieden.

und Freundlichkeit, die dafür wichtig sind.

dass „Shalom“ und „Salam“ wahr werden.

(Überleitung in „Kerzen-Aktion“) 


„Innerer Frieden“     von Angelika

Wenn wir den Begriff „Frieden“ hören, stellen wir uns meistens gleich den Wunsch nach einem

Frieden in unserer Welt vor. Dazu gehört zum Beispiel die Hoffnung auf ein Kriegsende, eine

Neben dieser Art des Friedens gibt es aber noch eine andere. Es handelt sich hierbei um den inneren

Frieden. Jeder von uns hat bestimmt eine ganz unterschiedliche, viel persönlichere Vorstellung

Für viele scheint dies kaum oder gar unmöglich zu sein. In unserer heutigen Zeit befinden wir uns

häufig im Stress, haben wenig Zeit zum Entspannen und müssen vieles erledigen. Wenn wir schon

ein wenig Zeit zum Ausruhen haben, dann ist sie nur begrenzt. Deshalb versuchten Menschen auch

schon vor langer Zeit einen Weg zu finden, der zum inneren Frieden führt. Einige suchen heutzutage

nach diesem Frieden, indem sie zum Beispiel eine schöne Zeit mit ihrer Familie oder den Freunden

verbringen. Anderen würde ein Wellness-Wochenende reichen und wieder andere verspüren die

Ruhe und den Frieden, wenn sie eine Teezeremonie zelebrieren. Doch können  solche materiellen

Es ist schwierig auf diese Fragen eine allgemeine Antwort zu finden, da jeder Mensch ein

Ich denke, dass es beim inneren Frieden vielmehr um das seelische Wohlbefinden und die innerliche

Zum Beispiel kann es vorkommen, dass man in einem Konflikt mit sich selbst steht oder ständig an

Obwohl uns einiges fast unmöglich erscheint, sollten wir nicht daran verzweifeln. Anstelle jemanden

ständig zu beschuldigen und zu streiten, können wir zum Beispiel in uns gehen und nachdenken, wie

wir am besten reagieren könnten, ohne das Gegenüber erneut wütend zu machen.

Dennoch sollten wir in bestimmten Situationen nicht zulassen, dass unsere Gefühle uns bestimmen,

Nur wenn wir im Frieden mit uns selbst sind, kann dieser Frieden auch nach außen gelangen.

Auch die Hoffnung und der Glaube können uns mit Frieden erfüllen. Dazu folgende Bibelstelle:

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch alle mit Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer

Versöhnung zwischen zwei Streitenden oder einfach ein Moment der Ruhe.

davon.

Umstände wirklich zum inneren Frieden führen?

Individuum ist.

Zufriedenheit geht.

etwas Negatives denkt und es einen nicht loslässt.

Häufig lässt unsere Unsicherheit jedoch ein überlegtes Handeln nicht zu.

um eine direkte Konfrontation zu vermeiden.

reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“

„Wo der Frieden wohnt“        von Ida


Das Gegenstück zum Krieg ist wohl Frieden. Frieden- ein kostbares, schönes und scheinbar schwer

zu erreichendes Gut. Und vielleicht schwerer zu schaffen als so mancher Frieden zwischen

So viele Menschen scheinen sich selbst zu bekämpfen. Sie scheinen sich selbst der größte Feind zu

sein. Der, dem man nicht vergeben kann. Der, den man ändern muss. Der, der den Erwartungen nicht

Und dann ist da sie. Der Inbegriff von Frieden. Mit sich selbst im Reinen, völlig friedlich.

Ich weiß nicht was sie sucht. Ob sie sucht. Aber ich weiß was ich bei ihr finde – Geborgenheit und

Es geht nicht um Fehler oder das Suchen nach Schuld…Es ist nicht ihr Bedürfnis die Welt zu

Menschen ist der Frieden in einem selbst.

genügt und dem gegenüber man die Waffen nicht niederlegen darf.

Ein wenig naiv vielleicht aber ruhig und gelassen ist sie.

Ruhe. Gutmütigkeit, Gelassenheit, Geduld…

verändern. Sie braucht keine Gesetze und will auch nicht Richter spielen.

Sie nimmt dich auf - als Opfer und als Täter.

Eine unglaubliche Kraft geht von ihr aus. Eine Kraft mit der sie versucht zu behüten. Will achtgeben.

Keiner darf verloren gehen.

Sie hat es schwer in unserer Zeit! Sie lebt nach Werten die verloren scheinen. Oder nicht mehr

wichtig. Vielleicht auch als nicht mehr erreichbar. Und sie versucht sie zu bewahren.

Auch wenn viele sie komisch anschauen. All dies hat eine unglaubliche Faszination an sich. Ein

An der Sehnsucht, die mich auch heute noch dazu veranlasst ins Freundebuch zu schreiben, dass das

Sie hat erkannt, dass wir Zeit und Geduld brauchen für den Frieden. Das Hektik und Lärm vielleicht

Ja all das ist ein Idealbild, aber es gibt einen Menschen, der verkörpert für mich dieses Ideal… Ein

Ideal, welches ich kennen lernen durfte. Ein Ideal, das mich an meinen Hoffnungen festhalten lässt.

Wenn ich dem Frieden ein Zuhause geben müsste, würde ich sagen, der Frieden wohnt in ihr.

Blick von ihr berührt mein  Herz, rührt an meiner Sehnsucht.

was ich mir wünsche Milchreis, Familie und Weltfrieden ist.

keinen Krieg verursachen aber auch dem Frieden nicht zuträglich sind.

„Der innere Frieden“       von Eiko


Neben dem Frieden zweier Staaten gibt es auch den sprichwörtlichen inneren Frieden.

Den Einklang mit sich selbst. Und fest steht, jeder hat einen anderen inneren Frieden.

Für mich bedeutet innerer Frieden Zufriedenheit.

Und damit meine ich nicht im Moment, sondern mit der allgemeinen Situation.

Nur weil ich gerade Hunger oder kein WLAN habe oder Hausaufgaben machen muss,

heißt das für mich nicht gleich Krieg. Das sind Situationen, die sich schnell ändern lassen und sich

Meinen inneren Frieden würden eher Sachen stören welche mich lange beschäftigen und mir nicht

Sachen die mich bedrücken und mich zutiefst verletzen und verärgern, dass sie da sind.

Ich persönlich bin ein sehr positiver Mensch der lieber lacht als weint. Was mir wichtig für meinen

inneren Frieden ist, dass ich mich mit allen gut verstehe. Doch auch wenn dies alles zutrifft, würde

ich nicht sagen, dass ich mit mir Frieden gefunden habe. Ich würde sagen, diese eben genannten

Ich denke mir, der Frieden kommt am Ende. Erst wenn mein Leben am Ende ist, kann ich sagen,

ich bin mit mir in Reinen. Ich habe noch so viel vor mir – sowohl zu erleben als auch zu erreichen.

Meine Liste ist lang - wo ich noch hin will, was ich ausprobieren möchte und was ich erreichen

möchte bis ich wirklich sagen kann, dass ich mit mir selber Frieden geschlossen habe.

Wichtig ist nicht den inneren Frieden in dem zu finden, was andere einem sagen oder vorschreiben,

Nur weil andere sagen, dass das, was man macht falsch ist und dass man davon doch nicht glücklich

Es gibt nämlich keinen falschen bzw. richtigen Weg, sondern nur deinen richtigen Weg. Du

entscheidest aus dir heraus, was dich glücklich macht und was dir zu deinem inneren Frieden

beiträgt. Diese Entscheidung aus dem Bauch und aus dem Herzen heraus wird in einer Werbung sehr

gut beschrieben. Normalerweise zitiere ich nicht gerne Werbung aber in diesem Fall finde ich den

Slogan einer Brauerei hier in der Nähe sehr passend. Also: Geht in die Welt hinaus und folgt euerm

meist auf Fehler von mir berufen, wie Faulheit oder Demotivation.

gut tun. Wie zum Beispiel Streit in der Familie und Freunden.

Punkte machen 80% meines inneren Friedens aus.

Deshalb hoffe ich, dass ich noch viel Zeit habe.

sondern auf das zu hören, was einem das Herz und der Bauch sagt.

werden kann, heißt das nicht, dass es der falsche Weg ist.

inneren Kompass!

Jugendkiste September 2013: LASS LOS! HALT FEST!





Die Sturmstillung“ Lesung und Auslegung Eiko

Auch in der Bibel spielt das Thema "loslassen und festhalten" eine wichtige Rolle. Wie zum Beispiel im Matthäus Evangelium, in der Geschichte wo Jesus übers Wasser läuft.
-Bibelstelle-
In der Geschichte geht es darum, dass Petrus dieselben Fähigkeiten haben will wie Jesus. Er möchte ihn damit auch auf die Probe stellen. Und Jesus sagt „Dafür musst du eine Bedingung erfüllen. Du musst alles um dich herum loslassen, deine ganzen Sorgen und Ängste. Der einzige, der dich halten soll, bin ich. Vertraue mir. Dann wirst du übers Wasser gehen können genau wie ich." So steigt Petrus aus dem Boot ins tobende Wasser, doch er bekommt immer mehr Angst und beginnt zu zweifeln, ob es die richtige Entscheidung war. Er fragt sich ob Jesus ihn überhaupt halten kann. Er versinkt immer mehr. Doch Jesus hält ihm die Hand hin und hilft ihm hoch ins Boot. Und sagt, er – Petrus -solle nicht zweifeln. Er könne ihn halten und werde es auch tun.
Was die Bibel uns damit meiner Meinung nach sagen will ist, dass Gott bei uns ist wann immer wir ihn brauchen. Und er wird uns halten, auch wenn uns das nicht immer auffällt. Doch die Bibel sagt auch wie schwer es ist, alles loszulassen, alles zurück zu lassen, seine alten Prinzipien liegen zu lassen, für etwas sehr ungewisses und unbekanntes.
Es ist zwar ein harter, steiniger Weg wie man so schön sagt, aber er wird sich lohnen.

Einen Teil seiner Selbst loslassen“ Ida

Ich stehe am Bahnhof und verabschiede eine Freundin. Sie zieht zu ihrem Freund nach Kanada. Wiedersehen wird also schwierig. Einige Tränen, noch ein letzte Umarmung ein Winken, die Tür geht zu Tür wieder aufmachen wollen. Geht nicht mehr. Tür zu. Zug fährt noch einige Sekunden und sie ist weg. Ich mache mich auf den Rückweg und da frage ich mich: Wo ist eigentlich der Bahnhof an dem ich mich von mir verabschiede, von Teilen von mir, die ich nicht mehr bin oder von Lebensträumen . Wo ist dieser Bahnhof, an dem ich dies alles loslasse?
Wo können wir uns von uns selbst verabschieden? Diesen Ort gibt es für viele gar nicht und vielleicht ist das der Grund warum wir uns so oft an allem festhalten. Warum man immer noch bereut, kein Abitur gemacht zu haben, obwohl man längst in einer Ausbildung ist, die einem gefällt. Warum man sich immer noch einredet man sei niedlich und süß, obwohl man inzwischen zu einer coolen, lässigen, jungen Frau geworden ist.
Denn wir können nicht einfach an einen Bahnhof gehen, den einen oder anderen Wunsch in den Zug setzen und die Türen schließen
Wir müssen uns verabschieden. Doch das fällt oft so schwer, denn man verbindet damit ja noch etwas. Ein Traum hat einen begleitet, einem Kraft gegeben sich irgendwo durchzuboxen und nun muss man diesen Traum loslassen. Diese Leere riskieren die vielleicht zurückbleibt und das man zeitweilig nichts mehr hat was einen antreibt oder begeistert. Doch dieses Loslassen kann auch viel Gutes haben. Wir schaffen Platz für Neues, für neue Erfahrungen und neue Träume, die in Erfüllung gehen können. Doch all dies scheint oft nicht über die Angst zu überwiegen, dass wir etwas verlieren was wir noch brauchen.
Doch wie können wie denn nun etwas loslassen was wir nicht mehr sind?
Woher wissen wir welche Träume weiterhin festgehalten werden sollten und welche nicht?
Mit was können wir die Leere füllen, die beim Loslassen zurückbleibt und wie können wir etwas Neues finden was uns begeistert?
Auf all das kann ich leider keine Antwort geben, weil ich es selbst noch nicht weiß.
Vielleicht heißt die Antwort Vertrauen
Vertrauen in uns, in Gott, in unsere Umgebung und in das Leben.
Vielleicht findet man die Antwort tatsächlich an einem Bahnhof
Vielleicht kann man auch selber IN den Zug steigen und seine alten Träume und Teile von sich zurücklassen…
Vielleicht passiert es ganz von selbst
Vielleicht oder vielleicht anders.


Lieben heißt loslassen Marvin

Ach ja mit der Liebe ist das schon so eine Sache, jeder von uns will gerne geliebt werden, egal ob es das kleine Kind ist das die Liebe und Aufmerksamkeit der Mutter sucht, die Frau die so geliebt werden möchte, wie sie ist ohne sich verbiegen zu müssen oder die Mutter die alle ihre Kinder gleich doll lieb hat. Es gibt viele Arten zu lieben und geliebt zu werden. Doch manchmal gibt es Situationen im Leben wo man die Liebe nicht erwidern kann, Liebe am Arbeitsplatz oder gerade ein ganz „heißes“ Thema Homosexualität unter Fußballern oder so wie so für gleichgeschlechtliche Lieben in der Öffentlichkeit. Wie schwer muss es für so jemanden sein die Liebe des anderen nicht erwidern zu können sondern loszulassen/vergessen. Also ich weiß ja nicht was Sie sagen aber ich muss jemanden beim loslassen nicht gleich vergessen. Es gibt keinen aktuellen Anlass bei mir selbst, doch aus der Vergangenheit kann ich sagen, habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht, was "Loslassen" angeht. Mal war es sehr schmerzlich und dauerte ewigst lang, mal war es innerhalb kürzester Zeit und ohne großen Schmerz vorbei. Hat das mit der Intensität einer zwischenmenschlichen Beziehung zu tun?, oder eher der eigenen aktuellen Lebenssituation?, vielleicht gar mit Lebenserfahrung?
Ich weiß es nicht.

Ja, du brauchst das Licht nur wenn es schwach leuchtet.
Vermisst die Sonne nur, wenn es anfängt zu schneien.
Weißt nur, dass du sie liebst, wenn du sie gehen lässt.“
Wer hat´s erkannt??? Genau: Passenger „Let her go“, ein wunderschönes Lied und weil nicht nur ich das so schön finde sondern die anderen Jukis auch, hören wir es jetzt gesungen von Sara/Yuka



Gedanken zum Buch „7 Minuten nach Mitternacht“ Hannah

Wir müssen die, die wir lieben manchmal gehen lassen, um sie im Herzen zu behalten“
Es gibt viele Arten des Festhaltens und Loslassens. Doch keine ist so schwierig wie die, einen Sterbenden loszulassen. Wann sollte man loslassen und wie? Darf man das überhaupt oder wäre das nicht ein Verrat? Wenn man jemanden gehen lassen kann, hat man diesen Menschen überhaupt geliebt? Ich denke, diese Fragen quälen viele Menschen, die Angehörige durch lange, schwere Krankheiten verlieren. Was sollen sie tun? Festhalten oder loslassen? Ich habe einmal zu Weihnachten ein Buch geschenkt bekommen. Es heißt „7 Minuten nach Mitternacht“. Darin geht es um den 13jährigen Conor, dessen Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. In dieser Geschichte dreht es sich genau um diese Frage: Ob man loslassen darf, denn Conor ist völlig zerrissen von dem Wunsch, seine Mutter nicht zu verlieren und dem verborgenen und vor sich selbst geleugneten Wunsch, dass es endlich vorbei ist. Eines Nachts steht ein Monster vor seinem Haus, in der Gestalt einer alten Eibe. Es kommt um Conor zu helfen, denn es kennt die geheimsten Wünsche und Ängste. der Menschen Und so lehrt das Monster Conor: Es gibt keinen Widerspruch zwischen festhalten und loslassen. Es ist sogar ganz menschlich beide Gedanken gleichzeitig zu haben. Den einen zu lieben und gleichzeitig an sich selbst zu denken. Der Grund, warum es uns so schwer fällt, das zu akzeptieren ist, dass unser verstand es nicht zulässt, dass wir beide Wünsche gleichzeitig hegen. Er bestraft uns dafür, dass wir beides wollen. Die einzige Möglichkeit uns davor zu retten ist es, die Wahrheit auszusprechen.
Und so zwingt die Eibe am Ende auch Conor, die rettende Wahrheit auszusprechen: Er will, dass es endlich aufhört, das Warten auf den Tod. Doch er will gleichzeitig nicht, dass seine Mutter stirbt. Am Ende ist Conor so weit und kann seine Wahrheit akzeptieren. Und während er seine Mutter weinend im Arm hält, kann er sie endlich gehen lassen. Um sieben Minuten nach Mitternacht.
Wenn du die Wahrheit aussprichst“, flüsterte das Monster ihm ins Ohr „ wirst du allem ins Auge blicken können, egal, was passiert“