Wir waren zu dritt und es war unsere erste JuKi...
wir haben uns mit Zivilcourage beschäftigt und mit der Frage:
Was würde Jesus tun?
Gerichtsverhandlung
um Jens
Gerichtsdiener und Richter
gehen rein
Richter:Habe ich
das richtig verstanden, dass es um Jens Meyer, 17 Jahre alt geht,
weil er bei einer Blockade eines Atommülltransporters erwischt
wurde?
Gerichtsdiener:
Ganz genau.
Richter: Jens was
bringst du zu deiner Verteidigung vor ?
Jens: Ich habe
mehrmals Protestbriefe geschrieben, es hat aber nie etwas gebracht.
Richter macht sich Notizen.
Richter:Gut,
das habe ich verstanden und um mir ein noch genaueres Bild von dir zu
machen, werde ich einige aus deinem Bekanntenkreis zu dir befragen.
Gerichtsdiener führt einen
Polizisten herein
Richter: Sie sind
also der Polizist der Jens verhaftet hat?
Polizist. Ja
Richter: Wie ist
denn die Verhaftung abgelaufen?
Polizist: Als ich
ihn verhaften wollte, hat Jens sich zwar gewehrt, ist aber nicht
gewalttätig geworden, sondern hat versucht mich mit Worten zu
überzeugen .
Richter macht sich Notizen.
Polizist geht.
Richter:
Gerichtsdiener bringen sie mir den Lehrer von Jens herein.
Gerichtsdiener:
Sehr wohl.
Gerichtsdiener bringt den
Lehrer herein
Richter: Was
können sie mir über Jens erzählen?
Lehrer:Jens ist
ein durchschnittlicher Schüler und im Unterricht interessiert er
sich vor allem, dann wenn es um soziale Fragen geht.
Richter: Und
sonst?
Lehrer: Jens hat
sich immer um die Außenseiter gekümmert.
Richter: Wann zum
Beispiel?
Lehrer: In der
7.Klasse gab es einen Schüler, der von allen gehänselt wurde und
obwohl Jens kein Klassensprecher war, hat er eine Versammlung
durchgesetzt, nach der es dem Schüler besserging.
Richter macht sich Notizen
Richter: So, so,
hole mir nun den Direktor.
Direktor: Jens ist
mir nur negativ aufgefallen, ich weiß gar nicht, warum mein
Kollege so begeistert von ihm ist!
Richter: Wann ist
er denn negativ aufgefallen?
Direktor: Bei dem
Projekt „Gewalt an Schulen“. Er hat behauptet, dass nicht nur
Schüler, sondern auch Lehrer Gewalt ausüben. Das ist so was von
Quatsch. Keiner unserer Lehrer würde je einen Schüler schlagen.
Richter macht sich Notizen.
Rektor geht
Richter: Jens, was
sagst du dazu?
Jens: Beide
übertreiben: Herr Müller positiv und der Direktor negativ.
Richter:
Gerichtsdiener begleiten sie bitte die Pfarrerin herein.
Richter: Bei ihnen
hat Jens also Konfirmandenunterricht gehabt?!
Pfarrerin: Ja und
er war immer ganz bei der Sache und zwar immer sehr kritisch.
Richter: Wie
meinen sie das?
Pfarrerin: Als wir
über den Kirchgang gesprochen haben, hat er den Vorwurf geäußert,
dass zwar viele Leute Sonntags in die Kirche gehen, sich aber im
Alltag nicht sehr „christlich“ verhalten.
Richter macht sich Notizen.
Pfarrerin geht.
Richter:
Gerichtsdiener bringen sie die ehemalige Freundin herein.
Freundin kommt herein.
Richter: Clarissa
Meyer,was hältst du von Jens.
Freundin: Zu
Anfang war er ja ein ganz netter Typ aber nach den ersten
Sommerferien habe ich Schluss gemacht.
Richter: Warum?
Freundin: Weil
seine Sozialtour auch in den Ferien existierte. Ich wollte ja nach
Mallorca aber er wollte nach Frankreich und bei einer Aktion gegen
die Ölverschmutzung mitmachen. Ich sage ihnen, es waren keine
Ferien. Das war Arbeit 12 Stunden den Strand von Öl befreien.
Richter macht sich Notizen.
Richter:
Gerichtsdiener, ich glaube das reicht. Ich werde jetzt mit den
Schöffen das Urteil besprechen.
Und für was würden sie sich entscheiden, wie soll Jens verurteilt werden
DAS
URTEIL (rot)
Richter:
Ich und meine Schöffen
haben entschieden, dass Jens Meyer ein Vergehen begangen hat, dass
bestraft werden muss.
Jens
stöhnt auf
Richter:
Jens wird als Strafe 200 Sozialstunden abarbeiten . Es geht nämlich
nicht, das jeder der etwas nicht richtig findet etwas Kriminelles
tut, trotzdem haben wir diese milde Strafe gewählt, weil Jens bisher
noch keine Schwierigkeiten mit dem Gesetz hatte. Das nächste Mal
wenn du dich gegen etwas wehren willst musst du andere Wege finden
Widerstand zu leisten. Jens nimmst du das Urteil an.
Jens:
Muss ich ja wohl.
Jens
versucht zu lächeln
Richter:
Okay und ab jetzt lass
dir nie wieder was zuschulden kommen .
DAS
URTEIL (grün)
Richter:
Das Gericht hat entschieden das Jens Meyer zwar einen Fehler gemacht
hat. Er hat aber mit einem guten Grund gegen das Gesetz verstoßen,
darum werden wir Jens nicht bestrafen
Jens
atmet erleichtert auf.
Richter:
Aber Jens das nächste Mal musst du andere Wege finden Widerstand
gegen ungerechte Zustände zu leisten. Du hast laut der Aussage von
Zeugen bislang andere Lösungen gefunden dich für Mitmenschen und
Umwelt einzusetzen. Da solltest du wieder ansetzen und dich nicht zu
kriminellen Handlungen herablassen. Dann wirst du sicher einiges
bewegen können
Jens:
Klar!!!
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